Leseprobe 3


Leseprobe zu

Der Herzensdieb III
- das Ende der Legende -


„Entschuldigt bitte, darf ich mich zu Euch gesellen, um mich ein wenig mit Euch zu unterhalten?“, fragte Raven plötzlich ein älterer Herr mit Bart.
„Selbstverständlich“, antwortete Raven höflich, wenn auch etwas verwirrt.
„Ich danke“, sprach der Mann. „Ach, wie unhöflich von mir, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Gestatten? – Herzog Xaver.“ Er nahm Ravens Hand und küsste sie, worauf diese etwas rot im Gesicht anlief.
Nun wollte sich auch Raven vorstellen: „Mein Name ist übrigens...“, weiter kam sie nicht.
„Ich weiß bereits, wer Ihr seid. Nur aus diesem Grund habe ich mich zu Euch gesetzt“, unterbrach sie der Herzog mit einem allwissenden, begeisterten Lächeln. „Ihr seid Reinhilde, die Tochter von Fürstin Victoria.“
„Aber woher...“, wieder konnte sie ihren Satz nicht beenden.
„Euer Aussehen ist unverwechselbar. Ihr seht Eurer Mutter unglaublich ähnlich.“
„Ja, natürlich, meine Mutter...“, stammelte Raven planlos. Jetzt wusste ich auch, warum man Raven so angestarrt hatte! Ich hätte ihr gerne aus dieser unangenehmen Situation geholfen, wenn ich doch nur gewusst hätte, wie. - Doch jetzt kam ich auch noch selbst hinein!
„Und wer ist Euer Begleiter?“, interessierte es den Herzog.
„Fürst Amandus“, stellte ich mich vor. Als Prinz, was ich ja wirklich war, konnte ich mich schließlich schlecht ausgeben, da ich dazu bekannt sein müsste.
„Fürst Amandus...“, wiederholte der Herzog nachdenklich. „Sagt, woher stammt Ihr, dass ich noch nie etwas von Euch gehört habe?“
„Mein Anwesen steht im westlichen Königreich“, behauptete ich.
„Ach, das westliche Königreich... Das ist sehr weit weg. Da kenne ich mich nicht so aus. Kein Wunder, dass ich noch nie von Euch gehört habe. Dann müsst Ihr aber eine lange Reise hinter Euch haben“, stellte er fest. Ich bejahte nur. Dann wandte er sich wieder Raven zu: „Ich merke, Ihr seid etwas nervös. Bitte macht Euch keine Sorgen wegen mir, weil ich Euch erkannt habe. Von mir haben Eure Eltern nichts zu befürchten. Sie haben Euch wohl noch nichts über mich erzählt...? Wisst Ihr, ich bin ein alter Freund von Euren Eltern und ich glaube ihnen auch, dass sie Prinzessin Skyla nicht entführt haben, so wie alle meinen. Ich möchte jetzt nicht damit sagen, dass Prinzessin Skyla lügt. Ich persönlich denke ja, die Entführer haben sich vor ihr als Fürst Siegmund und Fürstin Victoria ausgegeben, schließlich hat sie die beiden doch noch nie zuvor gesehen. Ich weiß sogar, wo Eure Eltern sich zur Zeit aufhalten. Ich helfe ihnen, ihren guten Ruf wiederherzustellen.“
„Ach, dann bin ich ja beruhigt“, behauptete Raven.
„Eure Eltern haben Euch ja lange in der Burg versteckt gehalten. Die Menschen hätten sich darum gerissen, Euch einmal zu Gesicht zu bekommen oder gar mit Euch zu sprechen, da man Euch seit fast sieben Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch da Euch niemand hier persönlich kennt, wusste man erst nicht, wie man auf Euch reagieren sollte. Und obwohl ich mit Euren Eltern so gut befreundet bin, musste sogar ich vorher gründlich darüber nachdenken, ob ich Euch ansprechen sollte. Verratet Ihr mir, warum ich Euch nie zuvor auf einem Ball traf? Ich gehe nämlich auf beinahe jeden.“
„Ich bin sehr schüchtern“, antwortete Raven darauf einfach.
Aus diesem Gespräch mit Herzog Xaver hatten wir wirklich viel Neues erfahren. Ravens Eltern hatten also nie gemeldet, dass ihre Tochter verschwunden war. Man hatte Reinhilde als Mythos am Leben erhalten.





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