Schicksal


Ein einsamer Wanderer streicht durch das Land,
nur der Mond ist stets sein Begleiter.
Wohin des Wegs ist ihm selbst nicht bekannt
und doch zieht es ihn immer weiter.

Wer ihm die Route ins Tal hinab wies?
- Die goldnen Sterne am Himmelszelt.
In so reinen, klaren Nächten er sich gern auf sie verließ,
ihn zu führen zum schönsten Ort auf der Welt.

Er genießt der Nachtigall Vogelsang.
Ihm gefallen die Hütten am Waldesrand.
Und als er so trottet die Wälder entlang,
da blieb er plötzlich stehn wie gebannt.

Er erkannte den Ort aus seinen Träumen wieder:
Die grünen Wiesen mit dem Bach und den Bäumen.
Und an einer Mauer, da ließ er sich nieder
Um es zu genießen und zu Ende zu träumen.

Ein stattlicher junger Bursche war er.
Doch sehnte er sich nach der Liebe.
Das Herz war ihm schwer, denn sein Leben war leer.
Was nützt es ihm, wenn er zu Hause bliebe?

Er suchte nach einem Mädchen, das Blumen liebt,
die liebevoll, fröhlich und lebensfroh ist.
Eine, die sich auch gerne mit Tieren abgibt
und deren Augen er nie mehr vergisst.

Die Wünsche in Gedichten zum Ausdruck bringt,
weil sie, so wie er, was im Leben vermisst.
Eine, die für ihr Leben gern singt.
Und die ihn lieben kann, so wie er ist.

So döste er an der Mauer,
träumte so vor sich hin und schlief ein.
Und das Bild seiner Liebsten, es wurde genauer.
Es zeigte ein Mädchen, so zart und fein.

Die Tochter des Bauern, ein hübsches Kind,
so adrett und so lieb, doch allein,
öffnet des Nachts ihr Fenster und singt.
Sie bewässert die Blumen im Mondenschein.

Eine Taube setzt sich zu ihr ans Fensterbrett
Und so wünscht sie sich von einem Stern:
Ein Knabe soll kommen, so edel und nett.
In so einen verlieben würd sie sich gern.

Ich denke noch, was für ein schönes Paar!
Sie sollen haben all meinen Segen.
Denn das wär die große Liebe, wie wahr.
Doch wie sollten sie sich jemals begegnen?

Der Stern hatte ihr Vertrauen geweckt.
Und weil sie sich so sehr nach Liebe sehnt,
sie sich dem Himmel entgegen streckt.
Doch sie hat sich zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Sie schwankt und stolpert, dann sie fällt!
Der Jüngling aus dem Schlafe schreckt.
Und in seinen Armen er sie jetzt hält!
So wurde er aus seinen Träumen geweckt.

Wer hätte das gedacht?
Er saß an der Mauer vom Bauernhaus!
Unter ihrem Fenster hatt er Rast gemacht.
Nur darum ging die Geschichte so aus.

Drum glaube an Liebe, du sollst davon träumen
und hältst du es noch für so hoffnungslos.
Denn dein Schicksal kannst du nicht versäumen.
Vielleicht fällt dir dein Glück ja auch in den Schoß...?

Christina Schwarzfischer



Das Gedicht "Schicksal" erschien bereits auf Seite 46-49 in der Anthologie "Gemeinsamer Weg", herausgegeben von Florian Zach
und auf Seite 79-81 in der Anthologie "beflügelte Poesie", herausgegeben von Christina Schwarzfischer.




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